Einheimische Deckbergener kennen diese Gemarkungsbezeichnung, die am Südhang der Weserbergkette westlich der Ortschaft liegt.
Inmitten der von Landwirtschaft genutzten Fläche hat ein Heimatfreund eine fast vergessene Bank erneuert.
Im Westen von Buschwerk geschützt und den Wald im Rücken ist dieses ruhige Fleckchen nur Eingeweihten bekannt. Hier fällt der Blick weit ins Wesertal. Träumen ist erlaubt - die Seele baumeln lassen – ausspannen. Ungestört dem Zug der Wolken folgen oder in die Natur horchen. Horchen – am Ende möchte man gar nicht mehr aufstehen. Sattsehen mit einem weiten Blick ins Tal an unserer herrlichen Landschaft, wie im Urlaub. Hier kann der Entschluss reifen: Jetzt brauche ich nicht mehr in die Ferne fahren.
Unser Heimatfreund, er möchte hier nicht genannt werden, hat die Patenschaft für die Bank übernommen. Pflegen und erhalten wird er sie. Von den Benutzern erwartet er, dass sie diesen Platz so verlassen, wie sie ihn vorzufinden wünschen.
Dem jugendlichen Übermut Einhalt geboten!?
Kaum noch zu zählen sind die Beschädigungen, die eine Ruhebank ertragen musste, die in Deckbergen in der Gemarkung ‚Auf der Steinbreite‘ steht.
Wie oft sind die Latten zertrümmert worden? Und wie viele Male wurde sie in ‚Die Grund‘ verschleppt?
Nun hat sich ein Anlieger der Sache angenommen und gehandelt. Als erstes erhielt das nostalgische Grundgestell einen neuen Farbanstrich. Sitz- und Lehnenfläche wurden komplett erneuert. So aufgepeppt wurde das Schmuckstück wieder am alten Platz aufgestellt. Nur dort hat man einen weiten Blick in das Wesertal und dabei immer einen deutlichen Wind um die Nase.
Zu hoffen ist, dass die Jungs den Ruheplatz dort lassen, wo er sich jetzt befindet.
Hissfahne der früher selbstständigen Gemeinde Deckbergen
Die Fahne ist ab sofort für einen Betrag von 35,00 Euro erhältlich. Sie kann unter folgender Adresse bestellt werden: Wilfried Schnüll Blumenstrasse 1 31737 Rinteln-Schaumburg Tel.: 05152-51991
Wappen der früher
selbstständigen Gemeinde Deckbergen
– heute Ortsteil
der Stadt Rinteln -
Am 4.März 1964 beschloss der Rat der Gemeinde Deckbergen die
Einführung eines eigenen Wappens.
Der Regierungspräsident Hannover genehmigte mit Datum vom
23.Juni 1964 den Antrag der Gemeinde.
Leider ist die alte Gemeindefahne verschollen, Ersatz ist
nicht vorhanden.
Vor dem Hintergrund „...der fortschrittlichen Entwicklung
und in der Besinnung auf historische Vergangenheit...„* ist auch heute noch zu
befürworten, Symbole zu zeigen, die eine enge Verbundenheit mit der Heimat
ausdrücken. Ein solches Symbol ist die offen gezeigte Fahne der Gemeinde, des
Dorfes Deckbergen.
Anlässe zum Hissen einer Fahne gibt es genug: Erntefest,
Sportfest, 1.Mai-Feier, Einweihung von öffentlichen Plätzen, Zeltfeste oder
Repräsentationen verschiedenster Anlässe.
Eine Fahne hissen bedeutet auch aufmerksam machen und
Werbung für das Dorf.
In Innenräumen sind gezeigte Fahnen immer eine seriöse
Gestaltung und ein Hingucker. Ein Ausdruck der Verbundenheit sind sie allemal.
Die Grundfarben der Deckbergener Fahne sind quer liegend
weiß und rot. Im Mittelpunkt der Diagonalen befindet sich das Schildwappen.
Die Flaggen haben in der farbigen Ausführung* eine Größe von
100 x 150 cm. Das ist die Größe der Fahnen, die ( seit der
Fußballweltmeisterschaft und bis heute ) in verschiedenen Ausführungen (auf
Privatgrundstücken) anzutreffen sind.
* Auszug
aus dem Wappenantrag von 1964.
* Ausführung und
Konfektion: Polyesterwirkware 110 g/m², UV-beständig, Mastseite mit Besatzband
und Kunststoffkarabinerhaken, Seiten gesäumt.
Wildgemüsewiese an den Deckberger Teichen ! Ein Naturbericht von Birgit Brinkmann.
Seit einigen Jahren entwickelt sich im mittleren Bereich der Deckberger Kiesteiche links und rechts vom Weg eine Art Wildgemüsewiese. Hier wachsen Wilde Möhre (Daucus carota), Pastinake (Pastinaca sativa) und Nachtkerze (Oenothera biennis), in einer natürlichen Pflanzengesellschaft, wie sie auch unsere Vorfahren schon vor hunderten von Jahren vorfanden und nutzten. Die Nachtkerze kam zwar erst 1600 aus Nordamerika zu uns, die volkstümliche Bezeichnung Schinkenwurzel und Rapunzelsellerie zeigen allerdings, dass sie sehr bald auch bei uns sehr geschätzt wurde. Solche Wildgemüsevorkommen konnte man früher, wie auch in den letzten Jahren wieder zunehmend, am Wegesrand finden. Während heute Wildgemüse am Straßenrand aufgrund der hohen toxischen Bestandteile, nicht einmal mehr für die Biogasgewinnung mit anschließender Nachnutzung als Dünger in Frage kommt, lieferte es in früheren Zeiten einen wichtigen Beitrag zur täglichen Ernährung. Im Gegensatz zu den fleischigen Wurzeln und Knollen, die in den Gärten oder auf den Feldern geerntet wurden und in feuchtem Sand in den Kellern als Frischgemüse gelagert wurden, wurde das gesammelte Wildgemüse meißt zerstampft und mit Salz vermischt als Suppengewürz verwendet.
Bericht und Foto: Birgit Brinkmann
Für die uneigennützige Pflege des Mühlengedenksteines in Deckbergen möchten wir uns recht herzlichst bei Frau Inge Rinne bedanken. Der Mühlengedenkstein kommt so immer gut zur Geltung.
Nicht schlecht gestaunt hat Jens Abel am 1. Mai-Feiertag. Der Deckberger wollte den Tag dazu nutzen auf seinem Grundstück einige Bodenlöcher mit Erde auszugleichen- und plötzlich kam in dem eigens hierfür aus der Neelhofsiedlung angelieferten Erdhaufen eine Tellermine zum Vorschein. Nach dem ersten Schreck stellte sich schnell heraus: Die Mine ist eine Attrappe ohne Zünder, "von ihr geht keinerlei Gefahr aus", wie Rintelns Polizei-Chef Gerhard Bogorinsky bestätigte. Nach der wenige Tage zuvor auf der Domäne Coverden entdeckten Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg ist dies der zweite Fund militärischer Kampfmittel in kurzer Zeit. Anders als bei der später gesprengten Granate drohte beim Fund der Tellermine jedoch zu keiner Zeit eine Gefahr. Es handelte sich um eine Übungsmine. Ungeklärt bleibt allerdings, wie die Mine ihren weg in die ansonsten so beschauliche Neelhofsiedlung gefunden hat, von wo die bei Aushubarbeiten angefallene Erde nach Deckbergen geliefert worden war. Für denkbar hält die Polizei, dass die Minenattrappe "irgendwann nach dem Zweiten Weltkrieg" bei einer Übung von Streitkräften verloren wurde. Familie Abel hatte übrigens recht lange das zweifelhafte Vergnüngen, die Tellermine beherbergen zu dürfen: Am Dienstag wurde sie gefunden, abends noch von der Polizei begutachtet- aber erst am Sonnabend abgeholt, und zwar von der Bundeswehr. Von der Rintelner Polizei über den Fund informiert, hatten die Soldaten zunächst tagelang nichts von sich hören lassen und ihr Kommen erst auf Nachfrage für Montag angekündigt. Doch da protestierte Jens Abel: "Wir feiern am Sonntag Konfirmation, da soll die Mine weg sein." Denn auch wenn die Familie keine Angst hatte: Ein gewisses Unbehagen blieb. Gut jedenfalls das die Mine weg ist findet Jens Abel: "Wir haben eine sehr schöne Konfirmation gefeiert."