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Die Schaumburg

Die auf dem 230 m hohen Nesselberg, einem Vorberg des Wesergebirges gelegene Schaumburg, ist die bedeutendste erhalten gebliebene Burganlage im Wesertal. Die großräumige Anlage gliedert sich in eine Hauptburg auf der eigentlichen Felskuppe und eine nach Norden vorgelagerte Vorburg, die früher mit einem tiefen Graben nach Norden abschloss.
Die Schaumburg ist der Stamsitz des Schaumburger Grafengeschlechts, mit dem sie im Jahr 1110 erstmals erwänt wurde.
Für die Gebäude auf der Schaumburg kam die Wende 1907, als Wilhelm II., Deutscher Kaiser und König von Preußen, die Burg seinem Schwager Fürst Georg zu Schaumburg-Lippe zur Silbernen Hochzeit schenkte. Der reiche Bückeburger Monarch, dessen Familie sich ihrer altschaumburgischen Wurzeln stets bewusst geblieben war, ließ die Anlage mit großem Aufwand wieder herrichten. Damals wurde das Torgebäude erneuert und der bis auf einen Stumpf eingestürtzte Turm auf die heutige Höhe gebracht.
Die Schaumburg ist nach wie vor im Besitz des Fürstenhauses und dient heute den Besuchern mit ihrer Gastronomie als Ausflugsziel.





Die Paschenburg

Die Paschenburg ist ein 1842 durch den Revierförster Karl Kayser errichtetes Gasthaus, das einst von einem aufwändig gestalteten Park umgeben war und mit seiner unvergleichlichen Aussicht zu den exklusivsten Lokalen der Region gehörte.
Von dem kleinen, 1827 aus Bruchsteinen aufgeschichteten Aussichtsturm sollte man 26 Flussbiegungen der Weser sehen können, außerdem "Sieben Herren Länder":
Kfstm. Hessen (Schaumburger Land), Kgr. Hannover (Hameln), Hzgt. Braunschweig (Ithkamm), Fstm. Lippe (Varenholz), Fstm. Schaumburg-Lippe (Steinbergen) und Fstm. Waldeck/Pyrmont (Köterberg), Kgr. Preußen (Vlotho).
Heute ist in der Paschenburg wieder ein Gastronomiebetrieb untergebracht, in dem man nach einem Spaziergang durch den Schaumburger Wald sehr gut essen kann.




Sekundäre Felsgebilde aus Verwitterungsschutt (Breccie) der höhergelegenen Felsklippen aus Kalkstein, der hier durch Feinmaterial wieder verkittet wurde.
Das Felsgebilde ist zu sehen, wenn man von Deckbergen oder aus dem Auetal kommend über die Kreisstrasse 71 auf die Passhöhe gelangt. Von dem dort gelegenen Wanderparkplatz wendet man sich auf dem gut befestigten Südweg in Richtung Schaumburg, nach ca. 100 m entdeckt man links am Weg das gekennzeichnete Felsgebilde.
Denken Sie bitte daran: Das Naturdenkmal ist aufgrund seiner Besonderheit geschützt und darf (auch nicht in Teilen) entfernt, zerstört oder verändert werden.


Auf den Bergzügen der oberen Weser befinden sich noch die Reste einer Reihe mittelalterlicher Burgen. Zu ihnen gehört auch die Osterburg bei Deckbergen. Sie ist auf dem Südwestvorsprung der Osterburger Egge erbaut worden und beherrscht von dieser strategisch gut gewählten Lage einen wichtigen Verkehrsweg aus dem Wesertal in das nördliche Längstal der Oberaue. Gleichzeitig ließ sich aber auch das Wesertal von hier überwachen.
Die Burganlage besteht aus einer Vor- und einer Hauptburg, die beide von Wall und Graben gesichert wurden. Auf den zwei in ihnen befindlichen Hügeln hat man sich wohl aus Bruchsteinen gemauerte Türme vorzustellen. Reste von Mauerzügen werden sich auch in den Wällen verbergen. Neben den Türmen werden innerhalb der Umwallungen weitere Bauten, wie Wirtschafts- und Wohngebäude vorhanden gewesen seien. Zur Verteidigung einer solchen Burg sind damals Armbrüste als die wirkungsvollste Fernkampfwaffe eingesetzt worden. Mit ihr wurden kurze bolzenartige Pfeile verschossen, die selbst schwere Ritterrüstungen durchschlagen konnten.
Historisch ist über die Osterburg nur wenig bekannt. 1121/41 wird sie erstmals urkundlich erwähnt und als Besitzer die Wunstorfer bzw. Freckenhorster (Westfalen) Stiftsdamen Rasmonda und ihre Schwester Bertheide und Wicburga genannt, die sie von ihrem Onkel Thuringus geerbt haben. Die Erbauer der Osterburg werden im Umfeld der Grafen von Roden zu suchen sein. Die Anlage gehört damit ganz sicher zu den mittelalterlichen Dynastenburgen des 11./12. Jh. und wird eine Rolle aus den Auseinandersetzungen der Grafen von Roden und der Grafen von Schaumburg um die Vorherrschaft im Weserraum gespielt haben, bei der sich letztere behaupten konnten. Es ist anzunehmen, dass die Osterburg im Zusammenhang mit diesen Kämpfen aufgegeben und zerstört worden ist. Wenig wahrscheinlich ist, dass die Osterburg bereits mit dem sächsischen Adligen Uffo (Ende des 9.Jh.) in einem Zusammenhang steht. Hinweise dazu sowie zur Anlage könnten heute allerdings nur noch durch archäologische Untersuchungen gewonnen werden.
Die Anlage liegt ca. 200 m NN Höhe und ist über einen Trampelpfad gut und leicht zu erreichen:

1. Von Süden aus dem Wesertal von Deckbergen über die Osterburgstrasse (Kreisstrasse 71) bis auf den Deckbergen Pass. Dann nach rechts auf den Wanderparkplatz abbiegen. In süd-ostwärtiger Richtung rechts haltend auf dem Südweg Richtung Schaumburg gehen. Nach ca. 100 m, am Ende der Linkskurve, zweigt in Höhe des "Springstein" ein Trampelpfad nach Süden ab. Wenn Sie auf diesem Pfad etwa gut 200 m weiter gehen, erreichen Sie die Schautafel und die überdeckte Osterburg.

2. Von Norden aus dem Auetal biegen Sie von der Landstrasse Bernsen/Rehren in Richtung Deckbergen auf die Kreisstrasse 71 ab. Nach der Autobahnüberführung bleiben Sie auf der Vorfahrtstrasse. Auf der Passhöhe biegen Sie nach links auf den Wanderparkplatz ab. Wenden Sie sich nach Süden und gehen dann wie oben unter 1. beschrieben weiter zur Osterburg.

3.Von Osten erreicht man die Anlage einmal über den Kammweg oder über den Südweg beginnend an der Burgstrasse in Schaumburg. Man folgt der Ausschilderung Deckbergen.

Quelle: Nds. Landesverwaltungsamt (Institut für Denkmalpflege), Landkreis Schaumburg, Stadt Rinteln, Staatliches Forstamt Rinteln.